Wahltheater

Beschreibung: Theateraufführung: Dargestellt wird eine Familie, die eingeladenen Politiker/innen spielen die Eltern, sie tragen farbige Kleidungsstücke, die wiederum die Parteizugehörigkeit zeigen, die Ausgangsszene ist klar, der Rest ist Improvisation.

Zielgruppe: interessierte Jugendliche, Politiker/innen und Öffentlichkeit

Ziel: Durch das Theaterstück habt Ihr die Chance, Politiker/innen direkt und auf ungewöhnliche Weise mit den Themen zu konfrontieren, die Euch wichtig sind. Spannend ist diese Methode z.B. bei Wahlkämpfen.

Materialien: Requisiten (Bekleidung, Tisch), vorab gesammelte Stichwörter zu politischen Themen, eventuell auch schon vorbereitete Textvorlagen.

Ablauf: Das Besondere bei diesem Theaterstück: die Rollen von Oma, Vater und Mutter, Freundin der Familie oder Nachbar werden von Politiker/innen wahrgenommen. Sie haben die Aufgabe, den Kindern ihre politische Vorgehensweise durch gute Begründungen verständlich zu machen oder andere, bessere Vorschläge zum Umgang mit diesen Themen zu machen. Das improvisationsfreudige Wahltheater findet vor Publikum statt, das seine Fragen und Themen direkt mit einbringen kann.

Durchführung:
1. Die Erwachsenen der Familie, d.h. die Politiker/innen, sitzen beim Einlass des
Publikums in ihren parteifarbenen Bademänteln schon am Frühstückstisch.
2. Die Wahltheaterleitung begrüßt das Publikum am Frühstückstisch der Familie
Walter. Sie führt in den Ablauf des Wahltheaters ein und verweist auf die Möglichkeiten des Publikums, eigene Fragen und Themen einzubringen und sich auch sonst ins Geschehen auf der Bühne einmischen zu können.
3. Danach treten Söhne und Töchter der Familie auf und mischen den sonntäglichen Frühstückstisch auf, indem sie aus ihrem Leben erzählen und daraus Fragen an die Politik entwickeln, die sie dann z.B. einem der Politiker in seiner Rolle als Vater stellen. Dieser versucht zu antworten, wobei die anderen Anwesenden am Tisch auch auf die Frage oder Antwort reagieren können.
4. Nach einer ersten, hoffentlich anregenden Gesprächsrunde, gibt es eine kleine Pause.
5. Daraufhin geht es in eine zweite Runde, in der die Themen des Publikums durch die Familie Walter aufgegriffen werden.

Und so könnte das Theaterstück ablaufen:

Es ist Sonntagmorgen, die ganze Familie sitzt beim Frühstück, da kommt der älteste Sohn, die jüngste Tochter rein und bringen ihre Themen auf den Tisch – und wie gemeinhin so üblich gibt es heftige Diskussionen zwischen Oma, Vater, den Kindern und der Mutter.
Alles kann zum Thema werden: die rechtsextreme Gruppierung im Ort oder die
Freude der Tochter, über den Unterrichtsausfall, da zu wenige Lehrer/innen da sind.

Wichtige Tipps:
- ein Vorbereitungsteam (6–8 Leute) ist sehr wichtig, diese kümmern sich sowohl
  um die organisatorischen Belange als auch um die gezielte Kontaktaufnahme
  mit den Politiker/innen
- Organisation: von der Presseansprache über die Raumorganisation bis hin zum
  Einkauf der Bademäntel, alles muss organisiert werden
- zur Moderation (und um bei Bedarf während der Aufführung einzugreifen) bedarf
  es einer Wahltheaterleitung
- natürlich müssen sich die jungen Schauspieler/innen auf ihre Rollen vorbereiten,
  d.h. Fragen bzw. wichtige Themen überlegen und gemeinsam planen, wie man   die Themen schauspielerisch umsetzen kann
- Musik oder ein Bandauftritt in den Pausen lockert die Stimmung auf

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