Ehrenamt & Freiwilligendienst

 

Ansichten

Kinder und Jugendliche wollen etwas Sinnvolles tun. Deswegen engagieren sich viele junge Menschen ehrenamtlich. Jugendverbände bieten den Rahmen, mit Gleichaltrigen eine Idee zu entwickeln, ein Projekt zu planen. Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement verbinden die Kinder und Jugendlichen Spaß, Erlebnis und die Erkenntnis, ihr Lebensumfeld gestalten zu können. Viele der Projekte und Aktionen in den Jugendverbänden nutzen nicht nur den Kindern und Jugendlichen, sondern haben auch eine große zivilgesellschaftliche Bedeutung.

Jugendleiter/innen begleiten Kinder und Jugendliche bei den Aktionen und Projekten. Sie bereiten Gruppenstunden vor, vertreten Interessen in verbandlichen und gesellschaftspolitischen Gremien, übernehmen besondere Verantwortung für die Erziehung und Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Sie investieren dazu Zeit, um sich für ihre Aufgabe zu schulen. Als Bestätigung ihrer Ausbildung erhalten sie die Jugendleiter|in-Card (Juleica); sie belegt die Qualifikation nach bundesweiten Standards.

Viele junge Menschen sind durch ihr ehrenamtliches Engagement motiviert, freiwillig Dienst für die Gesellschaft zu leisten. Die Möglichkeit zu einem Freiwilligendienst sollen alle jungen Menschen, die dies wünschen, nutzen können. Die Organisationen der Zivilgesellschaft schaffen Angebote für das Engagement. Sie müssen in die Lage versetzt werden, einen bedarfsgerechten Ausbau zu ermöglichen. Vor allem für den Staat ist dies eine sinnvolle Investition in die Bildung junger Menschen und den Zusammenhalt in der Gesellschaft. Aber: Freiwilligendienste dürfen kein Ersatz für reguläre Arbeitsplätze oder gar Ausbildungsplätze sein.

 

Forderungen

  • Ehrenamtliches Engagement muss gefördert und stärker anerkannt werden.
  • Freiwilligendienste müssen aufgewertet werden. Sie sind als Lerndienste mit einem ausgeprägten Bildungscharakter ausgestaltet. Hierzu müssen die bisherigen Bildungsstandards erhalten bleiben bzw. bei neuen Diensten übernommen werden.
  • Jeder junge Mensch, der einen Freiwilligendienst absolvieren möchte, muss die Möglichkeit dazu erhalten. Das Angebot an Freiwilligendiensten ist deswegen bedarfsgerecht auszubauen. Ein ausreichendes Angebot von Jugend-Freiwilligendiensten hat Vorrang vor Angeboten für Erwachsene.
  • Die Anerkennung des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) und des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) als umsatzsteuerbefreites Bildungsjahr ist notwendig. Die entsprechende Anpassung des Umsatzsteuerrechtes ist die konsequente Folge.

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