Europa & Internationale Beziehungen

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Europafahne (Foto: Europäisches Parlament)
Nationale Politik steht in Beziehung zur Politik der Europäischen Union und der Vereinten Nationen. Die Weltgemeinschaft ringt um Frieden, um eine gerechte Nutzung der Ressourcen, um die Idee eines Gesellschaftssystems der Zukunft. Was klingt, als sei es weit entfernt vom Alltag, wirkt direkt auf die Gegenwart und auf die Zukunft von Kindern und Jugendlichen.

Europa ist aus der Lebenswirklichkeit der Jugendlichen nicht wegzudenken. Europa prägt: mit offenen Grenzen und unbeschränktem Reisen, mit der freien Wahl für Ausbildungsorte und Studienplätze – und mit seinen negativen Seiten. Die Distanz der Jugendlichen zu Europa ist hoch. Europäisches Parlament und Europäische Kommission scheinen unerreichbar, weiter weg als Parlament und Regierung in Deutschland.

Im Europäischen Pakt für die Jugend und im Weißbuch „Neuer Schwung für die Jugend Europas“ beschriebene Mittel schaffen Freiräume zum Gestalten. Sie fördern neue Idee, fördern Kreativität, bieten finanzielle und örtliche Freiräume, Europa zu gestalten und an europäischer Politik mitzuwirken.

Wichtig ist, dass junge Menschen einander begegnen. Sie schulen ihre interkulturellen Fähigkeiten, lernen Fremdsprachen und erweitern ihren Horizont. Kontakte entstehen und bleiben. Das sichert letztlich auch das friedliche Zusammenleben. Wie bei jeder Begegnung und Zusammenarbeit gilt: Je näher man sich kommt, desto mehr Möglichkeiten ergeben sich. Eine Studie belegt, dass Teilnehmende an internationalen Kurzzeit-Begegnungen in Gruppen selbst zehn Jahre später von der nachhaltigen Wirkungen auf ihre Persönlichkeit berichten.
 

Forderungen

  • Begegnungsprogramme sollten stärker gefördert und einer größeren Gruppe von Jugendlichen zugänglich gemacht werden. Die Vielfalt der Programme, die verschiedene Organisationen veranstalten, ist wünschenswert. Durch sie wird ein Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen und zu einer friedlichen Welt geleistet.
  • Der EU-Verfassungsvertrag sollte endlich in Kraft treten, er kann die verkrusteten Institutionen reformieren, transparente Verfahren schaffen, klare Aufgaben im Zusammenspiel der Nationalstaaten zuordnen und Verantwortliche festlegen. Diese wichtigen Kernelemente müssen erhalten bleiben. Klar ist, dass es weitergehen muss auf dem Weg zu einem „Europa der Bürger/innen“.
  • Die Mitwirkung der Jugendlichen an einem gemeinsamen Europa muss ausgebaut werden. Die Jugendpolitik in Europa muss die Bedürfnisse und die Lebensbedingungen junger Menschen stärker in den Blick nehmen.
  • Die Jugendverbände müssen als Orte der selbstorganisierten Kinder und Jugendlichen stärker als Partner europäischer Politik anerkannt und gefördert werden.

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